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Über Dysphagie - Kaubeschwerden  und Schluckbeschwerden - 

Eigentlich unterscheidet man Kaubeschwerden und Schluckbeschwerden. Es sind 2 unterschiedliche Beeinträchtigungen. Oft wird beides über einen Kamm „geschert“.
 
Die wichtigste Message von ReSaMa ist, dass es bei dieser Kostform keine Standards gibt. Viele Beeinträchtigungen haben unterschiedliche Anforderungen an die Konsistenz des Passierten Essens und der Fließbarkeit der Getränke. Beides muss von Logopäden durch Untersuchungen festgestellt werden.
 
Es gibt einen direkten Hinweis auf diese Erkrankung und einen Indirekten. Der direkte Hinweis wird gleich beim Essen bemerkt.
Typische Beispiele hierfür sind: Angst vor Mahlzeiten, häufiges Husten und Räuspern sowie das Verstecken von Nahrungsresten im Mundraum.
 
Der indirekte Hinweis zeigt sich oft erst nach mehreren Stunden oder gar Wochen nach der Nahrungsaufnahme.
Beispiele hierfür sind: Unklares Fieber (stille Aspiration), wiederkehrende Lungenentzündungen und eine schlecht verständliche, „verwaschene“ Artikulation.


Häufigkeit der Kaubeschwerden und Schluckbeschwerden

Etwa 40 Prozent der über 75-Jährigen leiden daran. Zahnverlust oder schlecht sitzende Zahnprothesen sind bei ca. 20% der Senioren der Grund für die Kaubeschwerden. Oft leiden Menschen mit einer Demenz an Schluckbeschwerden.
 
66 Prozent der betroffenen  Menschen sind Bewohner einer Pflegeeinrichtung.
Laut statistischem Bundesamt leiden 16 bis 22 Prozent der Deutschen über 55 Jahren an Kaubeschwerden und Schluckbeschwerden.
Insgesamt geht man davon aus, dass in Deutschland 10 Millionen Menschen mit einer Dysphagie leben.
Bei vielen dieser Menschen sind es Folgeerscheinungen von Muskel- oder Nervenerkrankungen. Tumor- und Schlaganfall-Patienten sind sehr häufig davon betroffen.

Was bedeutet Dysphagie?

Mit Dysphagie bezeichnet man im eigentlichen Sinne die Unfähigkeit, den Speichel, eine Flüssigkeit oder die Nahrung vom Mund in den Magen zu befördern.
 

Der Weg in den Magen!

Damit die Nahrung aufgenommen werden kann, sind unsere Sinnesorgane wichtig: Wir sehen, riechen und suchen uns das Essen nach unseren Vorlieben aus.
Vom Teller führen wir die Nahrung an den Mund, öffnen diesen und beißen ab. Anschließend wird der Mund wieder geschlossen.
Die wichtigsten Kriterien, damit wir die Nahrung gut Kauen und im Mund zerkleinern können, sind:

 
Der Mundschluss -Die Lippen öffnen und schließen-

Damit der Mund problemlos auf- und zugemacht werden kann, wird eine ausreichende Spannung auf den Wangen benötigt.
 

Eine gut bewegliche Zunge

Mit der Zunge platzieren wir die Nahrung zwischen den Zähnen und bewegen den Speisebrei (Bolus) hin und her.
In der Mitte der Zunge befindet sich die sogenannte Zungenschüssel, die dafür sorgt, dass der platzierte Bolus nicht zur Seite fällt.
 

Der letzte Schritt, das Schlucken, wird in vier Phasen unterteilt:
 
Orale Vorbereitungsphase
Hier wird die Nahrung durch Kauen und Zerkleinern vorbereitet
 
Orale Phase
Der Speisebrei wird auf die Zunge geladen und zum Schlucken platziert
 
Pharyngeale Phase
In dieser Phase wird der Schluckprozess ausgeführt. In dieser wichtigen, aber auch kritischsten Phase, arbeiten drei Bereiche gleichzeitig: Stimmbänder, Taschenfalten und Kehlkopfdeckel schließen die Luftröhre und sorgen dafür, dass die Nahrung nicht hineingelangt.
 
Ösophageale Phase
Der Bolus läuft durch die Speiseröhre in den Magen.
 

Therapie einer Dysphagie

Es gibt drei Säulen der Dysphagie-Therapie.
 
Restituierende Maßnahmen: Hier wird an den einzelnen Abläufen gearbeitet, um sie wieder funktionsfähig zu machen.
 
Kompensatorische Maßnahmen: Bei dieser Methode wird nach Ersatzlösungen gesucht, nach neuen Wegen, die Nahrung in den Magen zu transportieren.
 
Diese beiden erstgenannten Therapie-Ansätze sind Maßnahmen, die ein Logopäde mit den Patienten umsetzt.
Aber es gibt noch eine weitere sehr wichtige Säule der Therapie von Kau- und Schluckbeschwerden:
 
Adaptive Maßnahmen: Hierbei wird die Ernährung/das Essen der Patienten angepasst. Umgangssprachlich gibt es dafür die unterschiedlichsten Namen, man redet von passierter Kost, Breikost, püriertes Essen usw.
 
Genau hier unterstützt ReSaMa mit seinen SooftMeals: feinst passiert und in Form gebrachte Menükomponenten! Schonendst werden die hochwertigen Zutaten zubereitet. Damit sind die SooftMeals-Mahlzeiten optimal auf die Bedürfnisse von Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden abgestimmt.